„Willst du diese Personen zusammenführen? Diese Aktion kann nicht rückgängig gemacht werden.“ So fragt Immich, bevor es aus zwei Personen eine macht, und der zweite Satz ist wörtlich gemeint: Einen Knopf, der eine Zusammenführung zurücknimmt, gibt es nicht. Das klingt gefährlicher, als es ist. Wer zwei Dinge weiß, räumt seine Personenliste ohne Herzklopfen auf: in welche Richtung Immich zusammenführt, und welcher Knopf im Admin-Bereich tatsächlich alle Namen auf einmal löscht.
Beides steht hier, dazu die Handgriffe für das, was beim Aufräumen sonst noch anfällt: die Oma, die dreimal in der Liste steht, die Geschwister, die Immich für eine Person hält, und die Fremden vom Stadtfest, die sich zwischen die Familie gedrängelt haben.

Warum Immich dieselbe Person mehrfach anlegt
Immich vergleicht Gesichter nicht mit Namen, sondern miteinander. Der Machine-Learning-Container findet jedes Gesicht im Bild, schneidet es aus und rechnet daraus eine Art Fingerabdruck, eine lange Reihe von Zahlen. Ähnliche Gesichter bekommen ähnliche Zahlen. Danach sortiert Immich wie jemand, der Fotos auf einem großen Tisch zu Stapeln legt: Ein neuer Stapel, also eine neue Person, entsteht laut Doku erst, wenn mindestens drei Gesichter nah genug beieinanderliegen. Jedes weitere Gesicht kommt auf den Stapel, dessen Gesicht ihm am ähnlichsten ist.
Daraus folgen die zwei Fehler, die du gleich aufräumst. Die Oma mit Sonnenbrille, die Oma von 1985 und die Oma im Profil sind für das Modell manchmal nicht ähnlich genug. Dann liegen drei Stapel auf dem Tisch, wo einer hingehört. Seltener passiert das Gegenteil: Zwei Menschen, die sich sehr ähnlich sehen, kleine Geschwister etwa, landen auf demselben Stapel.
Wie streng Immich vergleicht, regelt ein einziger Wert, der maximale Erkennungsabstand. In der Beschreibung dieses Reglers steht in Immich selbst der Satz, den ich für den wichtigsten zum ganzen Thema halte: Zwei Personen zusammenzuführen ist leichter, als eine Person in zwei aufzuteilen, deshalb im Zweifel lieber den niedrigeren, strengeren Wert. Doppelte sind der gutmütige Fehler. Sie kosten dich ein paar Klicks, ein Mischmasch aus zwei Kindern kostet dich einen Nachmittag. Deshalb lasse ich die Vorgabe von 0,5 stehen und räume die Doppelten von Hand weg.
Was du brauchst
- Ein laufendes Immich ab Version 3.3, zum Beispiel nach der Installationsanleitung hier auf sakis.tech. Die Menünamen unten stammen aus der deutschen Oberfläche von 3.3.5; in älteren Versionen weichen einzelne Bezeichnungen ab.
- Fotos, in denen Immich schon Gesichter gefunden hat. Das siehst du unter
http://192.168.178.20:2283/people: Dort stehen runde Gesichter, mit oder ohne Namen. Ist die Seite leer, steht die Lösung unter „Wo es klemmt“. - Einen gesunden Machine-Learning-Container. Er rechnet die Gesichter; ohne ihn sortiert Immich nichts nach. Der Prüfbefehl steht gleich unten.
- Für Schritt 1, Schritt 4 und die Einstellungen am Ende ein Konto mit Admin-Rechten. Zusammenführen und Umhängen darf jeder Nutzer bei seinen eigenen Personen.
- Für die zwei Prüfbefehle und, wenn du magst, den Shell-Weg in Schritt 1 ein Terminal auf dem Server: direkt an seiner Tastatur oder per SSH, also aus der Ferne von deinem PC aus.
- Weboberfläche:
http://192.168.178.20:2283 - Admin-Konto:
sakis@example.com - Datenbank-Container:
immich_postgres, Datenbankimmich, Benutzerpostgres - Datei für die Sicherung von Hand:
~/immich-vor-dem-aufraeumen.sql.gz(das~steht für dein Home-Verzeichnis) - Beispielpersonen: „Oma Rosi“, schon benannt, dazu eine unbenannte Doppelgängerin von ihr; „Lena“ und „Jonas“, Geschwister, die Immich verwechselt
Zuerst der Container für die Gesichter. Der Befehl fragt Docker nach dem Gesundheitszustand, den der Container selbst meldet:
docker inspect --format '{{.State.Health.Status}}' immich_machine_learninghealthySteht dort starting, warte eine Minute und frag noch einmal. Dann die Version. Immich beantwortet diese Frage ohne Anmeldung:
curl -s http://127.0.0.1:2283/api/server/version; echoDie Antwort ist eine Zeile mit drei Zahlen. Bei "major" muss eine 3 stehen und bei "minor" mindestens eine 3, dann hast du 3.3 oder neuer. Das ; echo am Ende sorgt nur dafür, dass dein Terminal danach in einer neuen Zeile weitermacht.
Schritt 1: Die Datenbank sichern
Namen, Geburtstage, welches Gesicht zu wem gehört: Das alles steht in der Datenbank, nicht in den Fotos. Keiner der Handgriffe in dieser Anleitung löscht ein Foto. Aber eine Zusammenführung lässt sich nicht zurücknehmen, und ein falscher Klick in Schritt 4 räumt in einer Sekunde ab, was du in einer Woche benannt hast. Immich legt ab Werk jede Nacht um 2 Uhr einen Datenbankexport an. Der von letzter Nacht kennt aber nicht, was du heute benennst. Also einen frischen, jetzt, und ja, das ist die Stelle, an der ich immer davon anfange.
Im Browser http://192.168.178.20:2283 öffnen und mit dem Admin-Konto anmelden (Stand Immich 3.3.5). Oben rechts auf dein rundes Profilbild klicken (ohne Bild steht dort dein Anfangsbuchstabe), im aufklappenden Fenster Verwaltung. In der linken Leiste Server-Tasks wählen. Oben rechts Aufgabe erstellen, in der Auswahl Datenbankexport erstellen nehmen und mit Erstellen abschicken.
Den Export von Hand ziehen, mit dem Befehl aus der Backup-Doku von Immich. Er schreibt die Datenbank gepackt in dein Home-Verzeichnis:
docker exec -t immich_postgres pg_dump --clean --if-exists --dbname=immich --username=postgres | gzip > ~/immich-vor-dem-aufraeumen.sql.gzPrüfen, ob die Datei vollständig und lesbar ist:
gzip -t ~/immich-vor-dem-aufraeumen.sql.gz && echo "Sicherung lesbar"Sicherung lesbarZum Shell-Weg kurz, was da passiert: pg_dump ist das Werkzeug von PostgreSQL, das den ganzen Inhalt der Datenbank als lange Textdatei ausgibt, gzip packt diese Ausgabe zusammen, und gzip -t liest die gepackte Datei einmal zur Probe. Beim Klick-Weg landet der Export dort, wo auch die nächtlichen liegen: im Unterordner backups deines Foto-Ordners, nach der Installationsanleitung also ~/immich/library/backups. Der Dateiname beginnt mit immich-db-backup, dahinter stehen das heutige Datum und die Immich-Version. Beide Wege ergeben dasselbe, einen Abzug der Datenbank. Die Fotos sind darin nicht enthalten, die Doku sagt das ausdrücklich, aber die brauchst du für dieses Aufräumen auch nicht zu sichern, weil keiner der Schritte sie anfasst.
Schritt 2: Personen zusammenführen, in der richtigen Richtung
Jetzt die Regel, die den Warnsatz vom Anfang entschärft. Beim Zusammenführen gibt es eine Person, die bleibt, und eine oder mehrere, die in ihr aufgehen. Im Server-Code von Immich ist das eindeutig: Die bleibende Person behält ihren Namen, ihren Geburtstag und ihr Anzeigebild. Von den anderen übernimmt sie einen Namen oder Geburtstag nur dann, wenn sie selbst noch keinen hat. Die übrigen Personen verschwinden, ihre Gesichter wandern hinüber.
Daraus folgt der Handgriff: Du startest immer bei der Person, die bleiben soll, also bei der, die schon richtig heißt und das schönere Bild hat. Startest du doch einmal bei einer unbenannten Person und wählst genau eine benannte dazu, dreht Immich die Richtung von selbst um. Darauf verlassen würde ich mich nicht; bei der richtigen Person anzufangen kostet nichts.
Es gibt zwei Wege, und der erste ist der bequemere.
Über den Namen: http://192.168.178.20:2283/people öffnen (Stand Immich 3.3.5). Unter der unbenannten Doppelgängerin in das Feld Name hinzufügen klicken, Oma Rosi tippen, Enter. Weil es den Namen schon gibt, fragt Immich in einem Fenster mit dem Titel Personen zusammenführen nach: Ist das dieselbe Person? Ziel ist dabei die Person, die den Namen schon trägt. Mit Ja bestätigen. Willst du ausnahmsweise die andere Person behalten, dreht der kleine Knopf Vertauschen der Zusammenführungsrichtung im selben Fenster die Richtung vorher um.
Über das Menü, für mehrere auf einmal: Auf http://192.168.178.20:2283/people das Gesicht von Oma Rosi anklicken, also der Person, die bleiben soll. Auf ihrer Seite oben rechts die drei Punkte, dann Personen zusammenführen. Unter der Überschrift Wähle passende Personen zum Zusammenführen steht die Liste aller übrigen Personen. Die Doppelgängerinnen anklicken, höchstens fünf pro Durchgang; sie erscheinen oben neben Oma Rosi. Oben rechts Zusammenführen, dann die Frage „Willst du diese Personen zusammenführen?“ bestätigen.
Ob es geklappt hat, zeigt Immich mit einer kurzen Meldung, beim Menü-Weg etwa „2 Personen zusammengefügt“. Auf der Seite von Oma Rosi ist die Zahl ihrer Dateien gewachsen. In der Personenliste ist die Doppelgängerin verschwunden. Das ist der Moment, in dem die Liste zum ersten Mal kürzer wird statt länger, und der fühlt sich besser an, als man denkt.
Die Fünfer-Grenze hat ihr Gutes. Wer mehr anklickt, bekommt den Hinweis „Du kannst maximal 5 Gesichter auf einmal zusammenführen“. Steht die Oma sechzehnmal in der Liste, sind es eben drei Durchgänge, und nach jedem siehst du, ob die Richtung stimmt.
Schritt 3: Falsch zugeordnete Gesichter umhängen
Jetzt der seltenere, lästigere Fehler: Auf Lenas Seite tauchen Fotos von Jonas auf. Dafür gibt es zwei Werkzeuge, und welches du nimmst, hängt davon ab, ob die beiden einzeln auf den Bildern sind oder zusammen.
Sind es Einzelbilder von Jonas, holst du sie in einem Rutsch heraus:
Lenas Seite öffnen (Stand Immich 3.3.5). Mit der Maus über das erste falsche Foto fahren und auf den runden Haken oben links im Bild klicken; so alle Jonas-Fotos markieren. In der Leiste, die oben erscheint, rechts auf die drei Punkte (Menü), dann Fehlerhafte Übereinstimmung beheben. In der Liste Jonas anklicken und oben rechts Neu zuweisen. Gibt es Jonas noch gar nicht als Person, stattdessen Neue Person anlegen. Die Zahl der Dateien auf Lenas Seite bleibt danach stehen, bis du die Seite neu lädst.
Die Meldung danach nennt die Zahl, etwa „3 Dateien wurden Jonas zugewiesen“, und die Fotos sind von Lenas Seite verschwunden.
Bei Bildern, auf denen beide zu sehen sind, stößt dieses Werkzeug an eine Grenze. In der GitHub-Diskussion #24119 beschreibt jemand genau diesen Fall, die eigenen zwei Kinder als eine Person erkannt: Der Weg über die Fotoauswahl hängt pro Bild nur ein Gesicht um, für Familienfotos mit beiden Kindern half das nicht. Für solche Bilder gehst du über das einzelne Foto, dort siehst du jedes Gesicht für sich:
Das Foto öffnen und oben rechts auf das i klicken; rechts klappt die Infospalte auf (Stand Immich 3.3.5). Im Abschnitt Personen auf den Stift (Personen bearbeiten). Die Spalte heißt jetzt Gesichter bearbeiten und zeigt jedes erkannte Gesicht einzeln. Beim falschen Gesicht auf den kleinen Stift, dann in der Liste Alle Personen die richtige Person anklicken; die Lupe oben sucht nach Namen. Wenn alle Gesichter stimmen, auf Fertig klicken.
Unter jedem Gesicht steht danach der richtige Name, und die Meldung zählt mit, etwa „1 Person bearbeitet“. Hat Immich ein Gesicht gar nicht gefunden, etwa weil es halb im Schatten liegt, gibt es daneben das Plus, Personen markieren: Ein Rahmen erscheint, den du auf das Gesicht ziehst und an den Ecken in der Größe anpasst, dann wählst du die Person und bestätigst die Frage „Willst du dieses Gesicht mit Jonas taggen?“. Und das Plakat im Hintergrund, das Immich für einen Menschen hält, entfernt der Mülleimer am Gesicht (Gesicht löschen). Das löscht nur die Markierung, nicht das Foto.
Schritt 4: Die Gesichtserkennung nachsortieren lassen
Nach dem Aufräumen liegen oft noch Gesichter herum, die zu keiner Person gehören. Immich kümmert sich nachts von selbst darum, aber du kannst es jetzt anstoßen. Dafür gibt es auf der Seite Server-Tasks zwei Karten, die ähnlich heißen und Verschiedenes tun: Gesichtserfassung findet Gesichter in den Bildern, Gesichtserkennung sortiert die gefundenen zu Personen. Du willst die zweite, und an ihr zwei Knöpfe, von denen nur einer harmlos ist.
Als Admin über dein Profilbild oben rechts in die Verwaltung, links Server-Tasks (Stand Immich 3.3.5). In der Karte Gesichtserkennung auf Fehlende klicken. Nicht auf Zurücksetzen. Solange der Auftrag läuft, steht in der Karte statt der beiden Knöpfe nur Pause; sind beide wieder da, ist er fertig.
„Fehlende“ nimmt sich nur die Gesichter vor, die noch keiner Person gehören, und lässt alles, was du benannt und zusammengeführt hast, in Ruhe. Die Doku empfiehlt genau diese Reihenfolge: erst ein paar Gesichter von Hand zuordnen, dann Fehlende. Die Karte zeigt, wie viele Aufträge laufen, und wenn sie wieder bei null ist, schau in die Personenliste. Oft sind dort neue Gesichter aufgetaucht, die einen Namen wollen.
„Zurücksetzen“ dagegen sortiert alle Gesichter neu, und Immich warnt vorher wörtlich: „Bist du sicher, dass du alle Gesichter erneut verarbeiten möchtest? Dies löscht auch alle bereits benannten Personen.“ Wer diese Frage aus Versehen bestätigt, braucht den Export aus Schritt 1. Dass der harmlose und der zerstörerische Knopf in derselben Karte nebeneinanderstehen, finde ich gewagt. Immerhin fragt Immich nach.
Was am Ende eingestellt ist
- Fremde sind ausgeblendet, aber erst jetzt. Auf
http://192.168.178.20:2283/peopleoben Personen ein- & ausblenden. Jedes angeklickte Gesicht wird verborgen, ein zweiter Klick holt es zurück; der Knopf oben schaltet reihum zwischen Alle Personen verbergen, Unbenannte Personen verbergen und Alle Personen anzeigen. Gespeichert wird erst mit Fertig. Ich mache das bewusst nach dem Zusammenführen: Verborgene Personen fehlen in der Auswahl von Schritt 2, und eine versteckte Doppelgängerin findest du dort nicht mehr. Die Fotos verborgener Personen bleiben übrigens in der Zeitleiste; laut Doku verschwindet nur die Person aus der Personenliste und aus der Infospalte der Bilder. - Jede wichtige Person hat ein gutes Anzeigebild und einen Geburtstag. Auf der Seite der Person oben rechts die drei Punkte, Anzeigebild auswählen, dann das Foto anklicken. Im selben Menü öffnet Person bearbeiten ein Fenster mit Name und Geburtstag, gespeichert mit Bestätigen. Mit Geburtstag zeigt Immich in der Infospalte, wie alt jemand auf einem Foto war, und seit Version 3.3 baut es daraus Geburtstags-Erinnerungen.
- Neue Gesichter werden jede Nacht einsortiert. Unter Verwaltung, Einstellungen, Einstellungen für nächtliche Aufgaben steht der Schalter Neue Gesichter gruppieren, ab Werk an, Startzeit 00:00. Kurz nachsehen, ob er noch an ist; dann musst du Schritt 4 künftig nicht mehr von Hand anstoßen.
- Die Erkennungswerte bleiben auf der Vorgabe. Unter Einstellungen für maschinelles Lernen, Abschnitt Gesichtserkennung, stehen Maximaler Erkennungsabstand 0,5, Mindest-Erfassungswert 0,7 und Mindestens erkannte Gesichter 3. Die Doku nennt für den Abstand einen sinnvollen Bereich von 0,3 bis 0,7 und rät zu einem niedrigeren Wert bei Doppelgängern wie Zwillingen. Eine Änderung gilt erst für künftige Durchläufe. Ohne Zwillinge in der Familie würde ich hier nichts anfassen.
- Die Namen sind jede Nacht gesichert. Der Datenbankexport läuft ab Werk um 2 Uhr und behält die letzten 14, einstellbar unter Einstellungen zum Datenbankexport. Was du heute benannt hast, steckt ab morgen früh in der Sicherung. Damit das auch einen Plattenausfall übersteht, gehört der Ordner
backupszusammen mit den Fotos an einen zweiten Ort; die Anleitung zu Kopia zeigt einen Weg dafür.
Wo es klemmt
Die Doppelgängerin fehlt in der Auswahl zum Zusammenführen. Sie ist verborgen. Die Auswahl in Schritt 2 zeigt nur sichtbare Personen. Auf Personen ein- & ausblenden wieder einblenden, mit Fertig speichern, dann zusammenführen.
Falsch zusammengeführt. Rückgängig geht nicht, zurückholen schon. Auf der Seite der Person, die jetzt zu viel hat, die falschen Fotos markieren und mit Fehlerhafte Übereinstimmung beheben, Neue Person anlegen wieder herauslösen, dann Name und Geburtstag neu eintragen. Der Export aus Schritt 1 ist für den großen Unfall gedacht, etwa ein versehentliches Zurücksetzen. Zurückspielen setzt die ganze Datenbank auf den Stand des Exports zurück, und alles, was danach dazukam, ist dann weg; wie das geht, beschreibt die Backup-Doku von Immich.
Geschwister oder Zwillinge landen immer wieder auf einem Stapel. Das ist der Fall aus Diskussion #24119, und der Wunsch dort nach einem Knopf, der nur eine Person neu sortiert, ist bisher nicht umgesetzt. Bleibt der Weg über das einzelne Foto aus Schritt 3, danach Fehlende. Wer noch kaum Namen vergeben hat, kann es grundsätzlicher angehen: Die Doku-Anleitung „Better facial clusters“ dreht dafür an den Einstellungen, beim Erkennungsabstand etwa auf 0,4, setzt die Gesichtserkennung danach bewusst zurück und lässt sie in Stufen mit Fehlende nachlaufen. Sie warnt selbst, dass dabei alle Namen verloren gehen, und rät vorher zur Sicherung. Mit einer frisch eingerichteten Bibliothek würde ich das machen, mit hundert benannten Personen nicht.
Die Personenliste ist leer. Entweder ist die Gesichtserkennung ausgeschaltet oder sie ist nie gelaufen. Unter Einstellungen für maschinelles Lernen, Abschnitt Gesichtserkennung, muss der Schalter Gesichtserkennung aktivieren an sein. Dann auf Server-Tasks erst in der Karte Gesichtserfassung und danach in Gesichtserkennung jeweils Fehlende. Eine Person erscheint erst, wenn drei ähnliche Gesichter zusammenkommen; wer nur auf zwei Fotos ist, bleibt vorerst ohne Eintrag.
Was du jetzt hast, ist die Funktion, für die viele überhaupt zu Immich wechseln, nur ordentlich: eine Personenliste, in der jeder einmal vorkommt, mit Namen, die du vergeben hast, auf deinem eigenen Server statt in einer fremden Cloud. Wie oft stand bei dir dieselbe Person in der Liste, bevor du aufgeräumt hast, und welche Verwechslung von Immich hat dich am meisten überrascht? Schreib's in die Kommentare.
Wer die aufgeräumten Personen im Haushalt teilen will, findet in den Beiträgen zu Immich 3.2 und Immich 3.3.0, was Cluster-Gruppen und das Teilen von Personen können und was sie beim Einrichten kosten.
Quellen
- Immich Docs: Facial Recognition (Ablauf, Mindestzahl Gesichter, Einstellungen, Fehlende nach Handzuordnung)
- Immich Docs: Better facial clusters (Abstand 0,4, Zurücksetzen, Warnung vor Namensverlust)
- Immich Docs: Backup and Restore (Export per Oberfläche und pg_dump, nächtlicher Export, nur Metadaten)
- Immich v3.3.5: Release Notes (21-10-2026)
- Immich v3.3.5: deutsche Sprachdatei der Oberfläche (alle Menü- und Knopfbezeichnungen)
- Immich v3.3.5: Server-Code zum Zusammenführen (bleibende Person, Name und Geburtstag)
- Immich v3.3.5: Standardwerte (0,5 / 0,7 / 3, nächtliche Aufgaben, Datenbankexport)
- Immich v3.3.5: Auswahl zum Zusammenführen (Fünfer-Grenze, Richtungswechsel, nur sichtbare Personen)
- Immich v3.3.5: Server-Tasks (Knöpfe Fehlende und Zurücksetzen, Rückfrage)
- Immich v3.3.5: Versionsabfrage ohne Anmeldung (/api/server/version)
- GitHub-Diskussion #24119: Geschwister als eine Person erkannt